MONIKA BIRKNER FREEDOM BUSINESS

[UPDATE] Positionierung: Wie Sie Ihre Vielseitigkeit besser kommunizieren

Mit meinen Klienten, besonders den vielseitigen unter ihnen, mache ich gern einen kleinen Test zur Positionierung.

Oft ist er augenöffnend. 

Neugierig? 


I. Kleiner Test zur Positionierung

Machen Sie einmal Folgendes:  Schauen Sie sich ihre Blogposts, Tweets und sonstigen Social Media Botschaften aus der Brille eines potenziellen Kunden an.

Gehen Sie nicht in die Tiefe. 

Es kommt auf den ersten Eindruck an. 

Erschließt sich Ihrem potenziellen Kunden auf Anhieb, wie alle Ihre Themen zusammenhängen? 

Oder gewinnt er den Eindruck von Kraut und Rüben, von Bauchladen?


Können neue Kunden oder ein potenzieller Erwerber Ihres Business auf Anhieb erkennen, worum es geht und wofür Ihr Unternehmen steht? Wenn nicht, haben Sie Handlungsbedarf in puncto Positionierung.


II. Wenn Sie Ihre Positionierung gefunden haben, fängt die eigentliche Positionierungs-arbeit erst an

Viele Solopreneure denken, dass es mit der Positionierungsarbeit getan ist, wenn die Grund-Positionierung steht und die Website sowie sonstigen Basis-Materialien daran angepasst sind.

Weit gefehlt!

Die eigentliche Positionierungsarbeit beginnt jetzt erst.

Nämlich alles, was Sie fortan tun, unterstreicht entweder Ihre Positionierung oder schwächt Ihre Positionierung. Im schlimmsten Fall ruinieren Sie damit Ihre einmal gefundene Positionierung wieder.

Das gilt zum Beispiel für Blogposts, Podcast-Episoden, Videos, Vorträge, Social Media Posts, aber auch für Ihr sonstiges Verhalten im Markt und gegenüber Kunden.


Positionierung ist eine Daueraufgabe. Alle Ihre Folgeaktivitäten müssen im Einklang sein mit Ihrer Anfangspositionierung. Sonst riskieren Sie, Ihre einmal gefundene Positionierung schnell wieder zu ruinieren.


III.  Die beiden zusätzlichen Positionierungs-Herausforderungen für vielseitige Solopreneure

Wenn Sie zu den Vielseitigen unter den Solopreneuren gehören, haben Sie noch zwei zusätzliche Herausforderungen:

  • Zum einen gilt es, bei der Anfangs-Positionierung Ihre Vielfalt unter ein gemeinsames Dach zu bringen. Das ist oft schon schwierig genug.
  • Doch damit ist es nicht getan. Denn wenn Sie in der Folge am Markt auftreten, zeigen Sie oft nur einen Ausschnitt oder eine bestimmte Facette. Und am nächsten Tag eine andere Facette. Und am dritten Tag noch eine weitere Facette. Doch der potenzielle Kunde , Kooperationspartner oder auch der potenzielle Erwerber Ihres Unternehmens soll das gesamte Bild sehen. Er soll das gemeinsame Dach erkennen und sehen, dass und wie alle die Einzelausschnitte zusammengehören.


Die beiden zusätzlichen Herausforderungen, wenn Sie sehr vielseitig sind: Ihre Vielfalt unter ein gemeinsames Dach zu bringen und dieses Dach auch dann kenntlich zu machen, wenn Sie nur einzelne Ausschnitte zeigen. 


IV.  Vielfalt an Einzelthemen und einheitliches Dach: Drei Modelle

Wenn Sie verschiedene Einzelthemen haben, die unter einem gemeinsamen Dach vereint sind, gibt es mehrere Möglichkeiten der Gestaltung:


1. Enges Dach

Das ist der einfachste Fall. Ihr Dach ist so, dass alle Ihre Einzelthemen problemlos darunter passen.

Beispiel:Spezialist für Projektmanagement: 

Sie können sich äußern zu allen möglichen Aspekten, die mit Projektmanagement zu tun haben, ob es um Menschenführung geht, Projektorganisation, technische Tools, Projektplanung und -Kontrolle, moderne Methoden des Projektmanagements und vieles mehr.

Ihr Dach bleibt bei all diesen Themen recht gut erkennbar.


2. Breites Dach, aber gemeinsames Thema

Auch wenn das Dach breiter ist, lässt sich oft noch der  Zusammenhang erkennen.

Beispiel: Fitness

Sie können über Sport, Ernährung, Schlaf und ähnliche Themen schreiben oder sprechen. Die Zuordnung zum Fitness-Dach ist dennoch möglich. 


3. Breites Dach und verschiedenartige Unterthemen

Das ist die schwierigste Situation.

Hier kann leicht passieren, dass der Außenstehende den Zusammenhang nicht erkennt und nur einen Bauchladen wahrnimmt.

Beispiel: Ich selbst 

Ich unterstütze Solopreneure, die schon 10 Jahre oder mehr am Markt sind, ihr Business zu optimieren, es skalierbar und letztlich verkaufsfähig zu machen.

Dazu gehören eine Menge Unterthemen!

Zum Beispiel Themen, die direkt mit beispielsweise der Verkaufsfähigkeit zu tun haben wie zum Beispiel dieses Interview oder dieses Interview

Aber auch alles andere:

  • Produktivität
  • Premium-Positionierung
  • skalierbares Geschäftsmodell/skalierbares Wachstum
  • Marketing  
  • und noch viel mehr,  jeweils unter dem besonderen Aspekt, wie dadurch die Verkaufsfähigkeit gefördert oder behindert werden kann. 
  • Auch das Älterwerden als Solopreneur spielt eine Rolle.

Meine besondere Stärke und Einzigartigkeit liegt gerade darin, alles zu einem integralen Gesamtkonzept zusammengefügt zu haben. 

Doch wie lässt es sich kommunizieren, wenn ich über ein Einzelthema blogge? 

Oder noch krasser: Wie lässt es sich in 140 Zeichen (mittlerweile 280 Zeichen) in einem Tweet kommunizieren?

Über diese Themen habe ich viel nachgedacht. Dazu habe ich viel experimentiert und bin ständig dabei, weitere Experimente zu unternehmen. 

Je nachdem, wann Sie das lesen, gibt es vielleicht schon neue Entwicklungen. 


V. Wie Sie das gemeinsame Dach für Ihre Vielfalt kommunizieren können, auch wenn Sie nur einen Ausschnitt zeigen

Nochmals kurz zur Erinnerung:  Wenn Sie zu den vielseitigen Solopreneuren gehören, empfiehlt es sich, Ihre Vielfalt unter ein gemeinsames Dach zu bringen, so dass der gefürchtete Bauchladen-Effekt vermieden wird.

Doch das beste Dach nützt Ihnen nicht, wenn es nicht in Ihren Einzelaktivitäten erkennbar ist. Beispielsweise dann nicht, wenn Sie mit Ihren Blogartikeln, Tweets usw. alle möglichen Einzelthemen abdecken. 

Denn jemand, der sich nur aufgrund Ihrer Blogartikel und Tweets einen Eindruck von Ihnen machen will, wird Mühe haben, die Zusammenhänge zu erkenne, sofern Sie nicht ein sehr enges Dach haben.

Je breiter das Dach und je bunter die Themenpalette, desto größer die Herausforderung, im einzelnen Artikel das große Ganze zu kommunizieren.

Das ist exakt die Herausforderung, vor der ich auch selbst immer wieder stehe. Daher habe ich viel über diese Thematik nachgedacht und experimentiere immer wieder mit neuen Ansätzen, wie der Spagat gelingen kann.

Vielleicht finden Sie daran die eine oder andere Anregung. 

Vielleicht haben Sie selbst schon Lösungen gefunden, die Sie gern in den Kommentaren oder in meiner Freedom Business Community bei Facebook teilen möchten.


Möglichkeit # 1:  Sich immer wieder selbst an das Positionierungsdach erinnern

Was Sie auf jeden Fall tun können und auch tun sollten: Sich selbst immer wieder an Ihre Positionierung zu erinnern. 

  • Wen wollen Sie ansprechen? 
  • Was ist Ihre Botschaft? 
  • Was wollen Sie erreichen?

Indem Sie sich selbst immer wieder daran erinnern, bleibt die Herausforderung frisch in Ihrem Bewusstsein und Sie können je nach Einzelfall daraus geeignete Kommunikationsmaßnahmen ableiten.


Möglichkeit # ​2:  Ihren Lesern die Zusammenhänge explizit erläutern

Ihren Lesern, Zuhörern und Zuschauern explizit die Zusammenhänge zu erläutern, ist auf jeden Fall nützlich.

Ich spreche mittlerweile in vielen meiner Beiträge explizit an, wie Sie die Inhalte für sich umsetzen können, wenn Sie Ihr bestehendes Business optimieren möchten oder Ihr Unternehmen skalierbar machen möchten oder wenn Sie es innerhalb der nächsten 7 - 10 Jahre verkaufsfähig machen möchten.

  • Wenn Sie Ihr bestehendes Business optimieren möchten, dann können Sie diesen Artikel nutzen, um im Schnelltest zu erkennen, wie klar Ihre Positionierung zu identifizieren ist, wenn jemand nur vereinzelte Beiträge von Ihnen zu Gesicht bekommt. Zur Optimierung gehört dann, das Dach und die Zuordnung der Einzelthemen unter das Dach noch einmal zu überprüfen und dann zu überlegen, wie Sie diese Zusammenhänge in Ihrer weiteren Kommunikation darstellen. Das für andere zu erkennen, ist für mich in aller Regel recht einfach. Daher stehe ich Ihnen gern zur Verfügung, wenn Sie dieses Thema anpacken wollen.
  • Wenn Sie Ihr Business skalierbar machen wollen, dann ist diese Thematik noch brisanter. Denn dann kommt es darauf an, dass Ihre gesamte Angebotspalette zueinander und unter das gemeinsame Dach passt. Und natürlich auch darauf, dass Ihr Marketing ebenfalls dazu passt. Typischerweise erarbeite ich mit meinen Klienten ein Gesamtportfolio, basierend auf dem Signature System, und unterstütze auch bei der Umsetzung.
  • Und wenn Sie Ihr Business in den nächsten 7 - 10 Jahren verkaufsfähig machen wollen, dann muss auch der potenzielle Erwerber ein klares Bild bekommen. Außerdem wollen Sie ja bis dahin ein Marketing haben, das zuverlässig neue Kunden bringt, so dass der potenzielle Erwerber die Sicherheit hat, dass auch er mit dem Unternehmen erfolgreich sein kann. Hier geht es letztlich darum, Ihr Business als Produkt zu betrachten und für den potenziellen Erwerber attraktiv zu positonieren, und natürlich auch um all die anderen Aspekte, die zur Verkaufsfähigkeit gehören. Auch dabei unterstütze ich gern.


3. Ihren Lesern sonstige Hilfen geben, die Zusammenhänge zu erkennen

Darüber hinaus lohnt es sich zu überlegen,  wie Sie es Ihren Lesern noch auf andere Weisen erleichtern können, die Zusammenhänge zwischen den Einzelaktivitäten  und Ihrem Gesamtkonzept zu erkennen.

Möglichkeiten dazu können sein:

a) die Sidebar in Ihrem Blog: Dort können Sie über sich und Ihre Angebote schreiben, weitere Artikel erwähnen oder Ihre Freebies. Ich selbst nutze sie nicht, weil ich meine Leser nicht ablenken will

b) die Autorenbox unter Ihren Posts: Dort können Sie sowohl auf das gemeinsame Dach as auch auf Ihre Angebote hinweisen

c) Pop-ups: Nicht jeder mag sie. Doch Testen lohnt sich sicher. Denn es gibt ja dafür die verschiedensten Formate, einige davon recht dezent.  Steht noch auf meiner Agenda.

d) Hinweise im Artikel oder am Ende des Artikels:  s. das Beispiel oben

e) Themenseiten: Mit Themenseiten experimentiere ich  gerade. Angeregt dazu wurde ich durch das Beispiel von ProBlogger.

f) Farbkonzepte:Tony Robbins markiert auf seiner Seite die Blogbeiträge der verschiedenen Kategorien in unterschiedlichen Farben. Sein Themenspektrum ist wahrlich vielseitig. Seine Bekanntheit trägt natürlich weiter dazu bei, dass viele einfach wissen, was sie alles von ihm erwarten können.

g) sonstige visuelle Elemente: Ihre Corporate Identity bildet eine gewisse Klammer, auch wenn diese sich erst einmal äußerlich zeigt und nicht unbedingt etwas über die Inhalte aussagt.

Ich selbst experimentiere gerade mit besonderen visuellen Posts bei Twitter und auch in anderen Netzwerken, die hohen Wiedererkennungswert haben und inhaltlich auf einzelne Aspekte des verkaufsfähigen Business hinweisen. Schauen Sie einmal, ob Sie sie entdecken:-).

h) Videos: In einem kleinen Video lässt sich mehr unterbringen als auf einer einzelnen Seite. Das habe ich zum Beispiel genutzt für mein neues Cover-Video bei Facebook, das ich anstelle des statischen Titelbildes eingesetzt habe. 

Klicken Sie auf das Titelbild, um es abzuspielen. 

Sie können auch Musik dazu hören, wenn Sie wollen. Klicken Sie dazu auf das kleine Lautsprecher-Symbol unten. 

Wenn es Ihnen gefällt, dürfen Sie die Seite auch gerne liken:-).


Auch wenn Sie viele Themen unter Ihrem Dach vereinen, gibt es etliche Möglichkeiten, um mit den Einzelthemen auch das Ganze zu kommunizieren. Es beginnt mit der eigenen Ausrichtung und umfasst sowohl explizite Hinweise wie auch weitere Orientierungshilfen verschiedenster Art.


Wenn Sie selbst zu den vielseitigen Solopreneuren gehören, haben Sie vielleicht schon eigene Methoden entwickelt, wie Sie Ihre Vielseitigkeit so kommunizieren, dass das übergreifende Dach und Gesamtkonzept erkennbar wird. Oder Sie kennen inspirierende Beispiele von anderen. Teilen Sie Ihre eigenen Erfahrungen und/oder Beispiele von anderen in den Kommentaren oder auch in meiner Freedom Business Community bei Facebook.


Bildnachweise: Pixabay

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2 Kommentare

  • Hm Positionierung. wohl eines der wichtigsten Themen im Marketing überhaupt. Und doch geht es schlicht darum, dass dein Gegenüber DICH zu einem bestimmten Thema in seinem Gehirn verknüpft. DANN kannst du unschärfer werden... Bestes Beispiel ist hierbei meine wichtige Mentorin Vera F Birkenbihl: sie wurde ursprünglich durch ihr Kommunkationstraining bekannt (Insel-Modell etc). Dann erweiterte sie dies (logisch) zu Verhandlungen, Verkauf, weiter zu Körpersprache und NLP. Auch Body-Mind- war ihr Thema. so hatte sie schon ende der 1970er über "FREUDE DURCH STRESS" geschrieben was bis heute erst laaangsam Eingang in die "konventionelle" Business Denke führt...
    und ihre METHODEN (also wie lernt das Gehirn am besten) und wie werd ich erfolgreich & glücklich (positive psych) kam danach ... also was sagen Sie dazu? ist das eine "Rote Faden" Positionierung (wie sie Tanja Klein und Ruth Urban in ihrer #coachyourmarketing Methode zur Positionierung beschreiben? (Junfermann Verlag, 2016)

    Ein PS noch zu IHRER Positionierung: sie sagten Sie nutzen nun das neue THRIVE plugin, wofür. mir scheint das ist das "beste wo gibt" für onlinemarketing "zeugs" aber Sie haben es nicht im einsatz soweit ich bisher sehe? das würde man doch an der veränderten optik der seite merken?
  • Hallo Herr Giermaier,

    danke schön für dieses Beispiel.

    Den Thrive Architect habe ich im Einsatz. Doch vorher hatte ich schon den Thrive Content Builder. Im Backend macht sich der Unterschied deutlich bemerkbar. Und im Frontend habe ich auch schon einige Dinge neu ausprobiert.

    Viele Grüße
    Monika Birkner

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